Nach einer Phase ungewöhnlicher Zinsverhältnisse, in der kurzfristige Festgeldanlagen teilweise höhere Renditen boten als langfristige, zeichnet sich nun eine Rückkehr zur traditionellen Zinsstrukturkurve ab.
Lange Laufzeit – Hohe Zinsen
Laut aktuellen Marktbeobachtungen der Wirtschaftswoche erhalten Anleger wieder spürbar höhere Zinsen, wenn sie ihr Kapital für längere Laufzeiten fest anlegen. Dieses klassische Muster – höhere Verzinsung als Ausgleich für längere Kapitalbindung – sorgt für neue Anreize, Laufzeiten von drei, vier oder sogar fünf Jahren in Betracht zu ziehen.
Besonders attraktiv präsentieren sich derzeit Anbieter wie Openbank, Klarna, Grenke Bank, pbb direkt, Creditplus Bank und Bigbank, die mit teils deutlich über dem Marktdurchschnitt liegenden Konditionen werben. Während einjährige Anlagen aktuell oft zwischen 2,5 % und 2,8 % liegen, sind bei mehrjährigen Festlegungen nicht selten 2,9 % oder mehr zu erzielen. Dies eröffnet konservativen Anlegern die Möglichkeit, sich das aktuelle Zinsniveau langfristig zu sichern – eine Strategie, die vor allem im Hinblick auf die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank von Bedeutung ist.
Der Trend hin zu einer normalisierten Zinskurve hat für Investoren mehrere Vorteile: Neben einer klareren Kalkulationsgrundlage für langfristige Finanzplanung steigt auch die Planbarkeit künftiger Erträge. Wer bereit ist, sein Kapital über einen längeren Zeitraum zu binden, wird nun wieder mit einem spürbaren Renditeaufschlag belohnt. In Verbindung mit der weiterhin hohen Sicherheit durch europäische Einlagensicherungssysteme bleibt Festgeld somit eine stabile und kalkulierbare Anlageform, die im aktuellen Marktumfeld besonders für sicherheitsorientierte Sparer und institutionelle Anleger an Relevanz gewinnt.